Chronik - OÖTTV

75 JAHRE – OÖTTV

UND KEIN BISSCHEN …

Mit 75 an Ehejahren wird das höchste Jubiläum als das „Kronjuwelene“ bezeichnet. Parallel dazu darf auch unser dynamischer und kein bisschen müder Landesverband seine mittlerweile überwältigenden Erfolgslisten kronjuwelen einrahmen lassen. Gerade nach unserem letzten, dem 70sten Jubiläum, verlief  die Erfolgskurve steil nach oben, nicht nur auf nationaler, sondern, vor allem dank „Susi“ Liu Jia, auch auf internationaler Ebene. Die mühsamen Recherchen für die letzte Festschrift-Chronik seien auch diesmal die Basis, die überragenden letzten 5 Jahre verklären unsere gediegen gewachsene Verbandsarbeit im Anschluss daran. Durch die Vielzahl an Highlights seien nur die sportlich höherrangigen erwähnt, ohne alle anderen schmälern zu wollen. Dem Präsidenten d. OÖTTV und Sportdirektor des ÖTTV, Kons. Hans Friedinger, sei für die Vormachtstellung unseres Verbandes auf sportlicher als auch organisatorischer Ebene durch sein innovatives Engagement auch an dieser Stelle ein großes Dankeschön ausgedrückt.

Von der Steinzeit bis zu den Wurzeln des organisierten Tischtennis:

Man erinnere sich: Tischtennis wurde 1878 zum ersten Mal auf einer Postkarte erwähnt – als Ursprungsland unseres beliebten Sportes gilt daher England und nicht, wie oft behauptet, Ostasien. Ab 1890 wurde durch die Entwicklung von Zelluloidbällen Tischtennis zu einem ernstzunehmenden Gesellschafts- aber auch Wettkampfsport. 1902 fand in Wien das erste Turnier um die Wiener Meisterschaft statt. Erst 1920 fand jedoch durch Gründung nationaler Verbände, einheitlicher Regeln und Austragung nationaler Meisterschaften Tischtennis seinen Durchbruch. In Österreich wurde 1923 der Wiener Tischtennisverband (11 Vereine) mit dem heute ältesten Tischtennisklub des Kontinents, dem „Badener AC“, gegründet. Dieser Verband wurde 1926 in den „Österreichischen Tischtennisverband (ÖTTV)“ umgewandelt. Im Dezember 1926 des selben Jahres wurde auch die „International Table Tennis Federation (ITTF)“ ins Leben gerufen, mit Österreich als Gründungsmitglied.

Erst 7 Jahre später erfolgte am 19. März 1933 auch die Konstituierung des OÖ-Landesverbandes. Den 5 Gründungsvereinen Gmundner Schwimmklub, Heeresschule Enns, Welser Sportklub 1912, TTV Schwarz-Grün Linz und 1. Linzer TT-Klub standen als erster Verbandsausschuss Gustav P. Horn als Vorsitzender, Major Schröder (Stellvertreter), Walter Siegel (Zahlmeister), Frau Hella v. Hartl (Schriftführerin), Martin Bartenstein (Verbandskapitän), sowie Karl Fellner u. Obstlt. Rene Eberle als Beisitzer vor. 1 Jahr später, am 4. November 1934, erfolgte die Aufnahme in den Österreichischen Tischtennisverband.

Es geht los:

Im Jahre 1937 spielten bereits 36 Mannschaften in der Meisterschaft, ehe durch die Ereignisse im März 1938 der Vorstand seiner Funktion enthoben wurde. An seiner Stelle wurde Franz Märzendorfer als Gaufachwart des NSRL eingesetzt. Der ziemlich radikal gestoppte Spielbetrieb hielt sich noch bis 1942 am Leben, als dann laut Bescheid des Gaufachamtes für Oberdonau noch im selben Jahr die Auflösung des OÖTTV verfügt wurde.

Der zweite Anfang wurde 1946 gewagt. Nach dem Krieg stand der OÖ Tischtennissport vor dem Nichts – keinerlei Unterlagen, die Vorstandsmitglieder in alle Winde zerstreut. Nur dem eisernen Willen dreier ungebrochener Tischtennisenthusiasten Ernst Jungbauer, Franz Pilsl und Walter Siegel ist es zu verdanken, dass ein neuer Vorstand mit Präsident Oberst a. D. Schröder, Vizepräs. Fritz Lackinger, Schriftführer Fritz Schobesberger, Kassier Berger, Verbandskapitän Franz Pilsl und den Beiräten Dir. Gürtler u. Franz Oberreither gebildet werden konnte und jeder politischen Überprüfung widerstand. Nun formierte und entwickelte sich die Tischtennisfamilie rasch neu. 1949 spielten bereits wieder 67 Mannschaften in der OÖ-Meisterschaft, die Landesliga mit 10 Mannschaften (Breitbrunn, U.Gmunden, U.Wels, Welser SK, SC Hertha Wels, Schwarz-Weiß Wels, LASK, U.Linz, VÖEST u. Schwarz-Grün Linz) wurde aus der Taufe gehoben und der SC 60 Breitbrunn (Nähe Hörsching) errang mit seiner Damenmannschaft den ersten Staatsmeistertitel für OÖ. Schon in der Saison 1953/54 scheint der OÖTTV nicht nur als mitgliederstärkster Landesverband auf, sondern mit Harald Beer, der 6 Jahre den OÖ-Tischtennissport beherrschte (13 LM-Titel, 6x im Einzel), Frl.Schaffelleitner, Frl. Musner, Pilz, Hernler, Jany,... schloss man auch leistungsmäßig auf.

Zwanzig Jahre nach seiner Gründung verlieh der OÖTTV 1953 die Ehrenmitgliedschaft seinen Gründungsmitgliedern Oberst Schröder, W. Siegel, Dr. E. Brandes, K. Fellner u. Fr. Hella v.Hartl. 1 Jahr später reihte sich noch Frl. Herta Siegel dazu.

1955 wurden erstmals Ehrenzeichen des OÖTTV verliehen: Gold (Oberst Schröder, W. Siegel), Silber (Frl. Staffelleitner, Beer, Eisenhuber, Märzendorfer, Pilsl, Wolf), Bronze (Fr. Blahs, Bräuml, Decker, Feda, Prof. Hemmelmayr, Hofmann, Pilz, Pollanz, Schobesberger).

 

10 Jahre nach seiner Wiedergeburt gehörten dem OÖTTV 87 Vereine, von denen jedoch nur 68 mit 168 Mannschaften an der Meisterschaft teilnahmen, an. 1957 ging zudem ein neuer Stern am OÖ-Tischtennishimmel auf: Die Steyrerin Margit Wanek startete ihre erfolgreiche Karriere mit dem ÖM-Titel in der Jugend, zu dem sich auch in der Allgem. Klasse insgesamt 42 Landesmeistertitel (13 im Einzel) und 3 Staatsmeistertitel gesellten. 29!-jährige Geschichte schrieb sie allerdings auch bis lange nach ihrer sportlichen Bilderbuchkarriere als fachkundige Verbandssekretärin Margit Wurzer.

 

Am 29. Mai 1962 wurde die Österr. TT-Staatsliga ins Leben gerufen. Am 16./17. Juni 1962 fand in der Bundessporthalle Riedenburg in Salzburg das Qualifikationsturnier statt. Erste Staatsliga-Mannschaft Oberösterreichs war Union Gmunden, 1968 folgte ihr der SK Vöest und 1971 die DSG U. Waldegg Linz, die den Klassenerhalt bis heute ununterbrochen hielt.

 

Am 13. 2. 1965 verlor der OÖTTV seinen Gründungspräsidenten im Alter von 77 Jahren, Herrn Oberst Schröder, der beinahe 30 Jahre (bis April 1963) die Geschicke unseres Landesverbandes gelenkt hatte.

Der Lohn der Arbeit schlägt seine Wurzeln:

Die Krönung brachte unserem Verband aber der erste Staatsmeistertitel im Herren Einzel durch Franz Thallinger im Jahre 1970, dem ein weiterer 1973 folgte, Teamberufungen stellten sich ein. Schon 3 Jahre später feierten die OÖler ihre nächsten Staatsmeister, im Doppel mit Suda/Zwicklhuber und 1 Jahr darauf holte der Wahl-Oberösterreicher Günther Heine überraschenderweise erneut den Herren-Titel .

 

Nun folgte eine längere Durststrecke, bescheidene Erfolge beschränkten sich vor allem auf den Jugendsektor, doch ab 1977/78 ging es wieder Schlag auf Schlag. Vor allem ein Mann/Bub schrieb OÖ-Tischtennisgeschichte als Nationalspieler und späterer Profi mit Doppel-Staatsbürgerschaft - Dietmar Palmi von A. Linz/Stamm (heute Altstadt). Viele der damals erfolgreichen Jugendlichen, wie Th. Hocheneder, Schimetta, P. Kranzmayr, Petra Palmi, Pöstlberger, Preishuber, J.M. Friedinger, Schaufler, Hasibeder, Oberperfler, Ransmayr, Pölzgutter, Doppermann, Th. Wimmer stehen noch heute im Wettkampf.

 

Vor allem einer der talentierten Jugendlichen startete durch: Mit 3 österr. Schülertiteln begann seine Tischtennis-Lebenslaufbahn. Unser heutiger TT-Landestrainer Hannes Seyer schaffte es vom Jungstar bis ins Nationalteam, ihm gelang vor dem Abtritt von der Aktivzeit als Leistungssportler noch ein letztes Highlight, Werner Schlager aus dem Team zu boxen und die erste WM-Teilnahme (Japan) eines Oberösterreichers für sich zu behaupten.

 

Im Mai 1980 übergab Gründungsmitglied und Langzeitpräsident Walter Siegel die Geschicke des Landesverbandes in die Hände von Josef Hasibeder, der sie bis 1991 lenkte und in dessen Ära die Ausrichtung der der TT-Jugend-Europameisterschaften 1985 in Linz den Veranstaltungshöhepunkt darstellt.

Schule und Sport – Symbiose des Erfolges:

1989 wurde mit der Gründung des Leistungssportzweiges im BORG Honauerstraße in Linz ein Meilenstein in Richtung Spitzensport gesetzt. Seit 1991 arbeitet Mag. Hannes Seyer als hauptberuflicher TT-Landestrainer im BORG für Leistungssport. Diese Institution gilt mittlerweile als unbestrittene Talenteschmiede des Sports. Eine beachtliche Zahl von 33  Jugendlichen lernte diesen bedingungslosen Einsatz fordernden Schulzweig kennen, nicht alle wollten diesen zeit- und trainingsintensiven Weg zu Ende gehen.

 

Bisher absolvierten folgende TT-SpielerInnen das BORG für Leistungsssport:

 

Christoph Leiss, Anita Renner, Mario Waser, Bernhard Humer, Andrea Mayrhofer, Franz Dirisamer, Bernhard Presslmayr, Evelyn Resch, Franziska Wex, Stojan Plavsic, Klaus Angleitner, Johannes Riedler, Sebastian Ulbing, Moritz Strobel

 

Derzeitige Schüler: Markus Raab, Michael Leonhartsberger, Martin Waibel, Martha Wellinger, Martin Leonhartsberger, Martin Botzheim, Stefan Kapeller, Patrick Lehner, Derek Coufal

 

Neue Wege

 

Mit der Generalversammlung am 13.4.1991 wurde Prok. Kons. Hans Friedinger zum Präsidenten des OÖTTV gewählt. Die Jahre seither bewiesen - ein wahrer Glücksgriff: Als Mann der Wirtschaft führte er auch den OÖTTV auf neue Pfade, was Aquirierung zusätzlicher Geldmittel, Medienvermarktung, Sportgroßveranstaltungen, neue Technologien und innovative Verbandsstrukturen anbelangt.

 

Aus den Berichtsprotokollen der Generalversammlungen seien nur bruchstückhaft die Meilensteine der letzten 15 Jahre noch einmal beleuchtet:

 

1993:

196 Vereine, 2 A-Liga-Vereine: DSG U. Waldegg Linz (Herren), A. Foschberg (Damen), Aufstieg von A. Vöest, 60 Jahr-Feier mit Staatsmeisterschaften in Perg (Zuschauerrekord, aber nicht nur wegen der gewagten Dessous-Show), Einstieg in eine damals nicht abzusehende Erfolgsstory unseres Nachwuchses mit 10 österr. Nachwuchstiteln unter dem langjährigen Jugendwart Günter Renner u. Schüler-/Unterstufenwart Otto Kefer (5x Ust., 4x Schüler: Preßlmayer, F. Dirisamer, A. Mayrhofer, Fink; 1x Jugend: M. Rabl)

Aktivierung und Neuausstattung des Verbandssekretariats in der Waldeggstraße, im November findet erstmals der TT-Grand-Prix Linz, Kategorie A mit 40.000 Dollar Preisgeld statt.

 

Ein Jahr später errangen wieder die selben Nachwuchshoffnungen weitere 6 österr. Meistertitel. 2 Europaliga-Spiel-Ausrichtungen (St.Valentin: Österreich-England/Herren, A. Katsdorf: Österr.-Dänemark/Damen) legen den Grundstock für viele große internationale Tischtennisereignisse in den nächsten Jahren.

 

 

1994 Veranstalter St. Valentin zeigte erstmals auf, wie Länderkampfstimmung sein sollte, als beim 4:2 Sieg über Belgien ca. 1000 Zuschauer die Sporthalle in Langenhart in einen Hexenkessel verwandelten und die siegreichen Heroen auf Schultern hinausgetragen wurden.

 

1995: Ausrichtung Skoda-TT-Grand-Prix-Linz, vor allem auch das Europaliga-Spiel gegen Schweden (1:4) in Gmunden erweckte wegen des Zuschauerrekordes das mediale Interesse.

 

1996:; 8 österr. Nachwuchs-Meistertitel durch A. Mayrhofer, S. Schrittwieser, B. Preßlmayer, F. Dirisamer, D. Renner, S. Hackl, M. Dirisamer, M.Lang, Ph.Aistleitner

 

1997: Mit Vöest, SPG Attnang/Wartberg, Waldegg und Altstadt beanspruchen wir bereits ein Drittel der Herren-A-Liga-Plätze, Mauthausen steigt aus der B-Liga auf. Damen-Superliga-Verein A. Froschberg startet eine unvorstellbare Karriere. Besonders hervorgehoben wird der Nachwuchs, incl. Junioren: Nicht weniger als 48%, das sind 14 von 29 der österr. Nachwuchstitel und 1/3 aller möglichen der 107 Medaillen gehen nach Oberösterreich.

Der AGFA-TT-Premium-Grand-Prix avanciert zur TOP-Veranstaltung mit einem Gesamtvolumen von 4,3 Mio.S (313.000 €).

 

1998:

Am 23. Jänner scheidet Ehrenpräsident Walter Siegel nach langem Leiden im 87.Lj. aus dem Leben. Ihm blieb es vorbehalten, als erster Österreicher mit dem offiziellen Titel „Konsulent der Landesregierung für das Sportwesen“ ausgezeichnet zu werden. Als Gründungsmitglied des ÖTTV und 20-jähriger OÖTTV-Präsidentschaft (von April 1963 – Mai 1983) bleibt ihm ein Ehrenplatz in der TT-Verbandsgeschichte.

Ein Generalversammlungsbericht der Superlative erwartete im Mai die 198 (bisheriger Höchststand) beim Verband gemeldeten Vereine: 15 von 29 möglichen österr. Meistertiteln gingen an den OÖTTV (5 v. 7 bei den Junioren, 6 v. 7 bei der Jugend, 1 Schüler- sowie 3 Unterstufentitel). In der Person der blutjungen eingebürgerten Chinesin von A. Froschberg, Liu Jia, geht ein neuer Stern am Tischtennishimmel auf und sie holt nach langer Durststrecke wieder 2 Staatsmeistertitel in der Allgemeinen Klasse (Einzel und Doppel mit Edith Glanzer) nach Oberösterreich.

Frenetisch feierten die Zuschauer der randvoll gestopften Gallneukirchner Gusenhalle die Österr. Nationalmannschaft beim historischen 4:2 Sieg gegen die TT-Weltmacht Schweden.

 

 

1999: Nach 29! Jahren nimmt die Tischtennisverbandssekretärin, MuBA-Ob“mann“ und legendäre Erfolgs-TT-Spielerin Margit Wurzer Abschied vom Verband. Präs. Friedinger verleiht ihr die Ehrenmitgliedschaft und dankt für die unzählbaren Verdienste. Ihr folgt Frau Christa Wellinger in dieses schwierige Amt.

Aus sportlicher Sicht glänzen die 2 Staatsmeistertitel Liu Jias ( Einzel und Mixed mit Bernhard Preßlmayer), das Erreichen des ¼-Finales im Damen-Europacup der Meister durch A. Erdgas Froschberg sowie die 17! österr. Meistertitel im Nachwuchsbereich, incl. Junioren.

Angesichts dieser fulminanten Erfolge wird der Posten eines Vizepräsidenten des Spitzensports installiert.

Der TT-Grand-Prix findet erstmals in Wels statt.

 

2000: A. Erdg. Linz-Froschberg etabliert sich als europäischer Spitzenklub mit dem Erreichen des ETTU-Meistercup-Halbfinales und wird österreichischer Mannschafts-Staatsmeister sowie 2. der Damen-Superliga. Liu Jia wird 3fache Staatsmeisterin (Einzel, Doppel mit Mayrhofer A., Mixed mit B. Preßlmayer) und 2fache Jugend-Europameisterin (Einzel, Mixed); 14 Nachwuchstitel (Liu, Ev. Resch, St. Rapp, A. Tollay, B. Seiwald, M. Dirisamer, V. Heine, D.Ablinger, Ph. Aistleitner, K. Angleitner, St. Haidl)

Bei den TT-Europameisterschaften in Bremen stellt OÖ gleich 3 Teilnehmer (Liu Jia, A. Mayrhofer, Bernh. Preßlmayer).

Liu Jia qualifiziert sich erfreulicherweise für die Olympischen Spiele in Sydney (17. Rang; sie wird dabei von Delegationsleiter ÖTTV-Sportdirektor Präs. Friedinger und Bundestrainer Liu Yan Yun begleitet) und wird erstmals OÖ-Sportlerin des Jahres.

Ewig in Erinnerung wird allen Fans das Länderspiel in Waizenkirchen bleiben: tolle Stimmung samt Kulisse, originelle Einlagen (Weixing wird als neugebackener Staatsbürger von einem Krampus im Buckelkorb hereingetragen) und ein erfreulicher Sieg über Weißrussland.

 

2001: Heuer war vom 3.- 4. Februar sogar Europas Tischtenniselite beim Europa-Top-12 in Wels zu Gast. 2 Staatsmeistertitel durch Liu Jia (Einzel u. Doppel mit Mayrhofer), der Meistertitel in der Damen-Superliga durch den österr. Mannschaftsmeister A. Erdg. Linz-Froschberg sowie 7 Nachwuchstitel sprechen wieder für sich.

Liu Jia erringt bei den TT-Weltmeisterschaften in Japan/Osaka den hervorragenden 5. Rang im Einzel und auch Andrea Mayrhofer krönt ihre Karriere mit ihrer WM-Teilnahme.

Der OÖTTV richtet zudem im Rahmen der Alpen-Adria-Spiele in Bad Goisern die TT-Bewerbe (3 Medaillen für OÖ) in Obertraun aus.

 

2002: Sportlich übertrafen die Bronze-Medaillen (Mixed u. Doppel) durch Liu Jia bei den Europameisterschaften wohl alles, die 3 Staatsmeistertitel ergänzten nur diesen Erfolg. Insgesamt errangen unsere SpielerInnen 46! Medaillen auf nationaler Ebene (15xG/13S/18Br), der bisherige absolute Rekord.

Neben Liu wird auch A. Mayrhofer zu den TT-Europameisterschaften in Zagreb nominiert. Die OÖ-Übermacht im Nachwuchsbereich wird aber bei den Teilnehmern an der TT-Jugend-Europameisterschaft in Moskau deutlich: Gleich 6 Teilnehmer kommen aus OÖ: K. Angleitner, St. Plavsic, H. Weinberger, F. Wex, V. Heine, Ev. Resch. Liu Jia gewinnt abermals die OÖ-Sportlerwahl des Jahres, erleidet einen Schwächeanfall und kann bei der Verleihung nicht teilnehmen.

Großartige Erfolge feiert auch der Spitzenklub A. Froschberg mit dem Erreichen des Halbfinales im ETTU-Meistercup, dem Meistertitel in der Superliga und dem Damen-MM-Staatsmeistertitel, DSG/U. Waldegg wird Herren-MM-Vizestaatsmeister.

Endgültig etabliert sich die U. Waizenkirchen als hervorragender Europaliga-Ausrichter: Eine zum Bersten gefüllte Halle sowie begeisterte Zuschauer konnten leider trotzdem die Österreicher nicht zum Sieg gegen Frankreich treiben.

 

2003: Nach den großen Feierlichkeiten anlässlich des 70ers unseres Verbandes im Rahmen der Staatsmeisterschaften in Perg (Ausrichter sind A. Mauthausen u. U. Saxen) verweist die Generalversammlung wieder auf stolze 35 Medaillen (10G/10S/15Br). Waren früher Staatsmeistertitel sehr sehr rar, zählen sie inzwischen zum Fixum der Medailllenausbeute, diesmal durch Liu/Preßlmayer im Mixed).

A. Froschberg dringt im ETTU-Meistercup bis ins Halbfinale vor, erreicht den 3.Rang in der Superliga und sichert sich wieder den Meistertitel in der Damen-STMM, A. Lenzing wird bei den Damen und A. Mauthausen bei den Herren zusätzlich Dritter.

 

2004: 42 Medaillen (15G/10S/17B) runden die kontinuierliche Nachwuchsarbeit, vor allem auch im BORG für Leistungssportler, ab. Durch das hohe Niveau und die Zielorientiertheit in unserem Verband suchen immer wieder gerade auch hochkarätige Nachwuchsspieler innerhalb des OÖTTVs ihre neue sportliche Heimat. Bei der Jugend-EM in Belgrad erreichen Ph. Aistleitner und Feng Xiaoqan im Doppel sowie Daniel Habesohn sowohl im Einzel als auch im Doppel hervorragende 5. Plätze. In der Mannschaft werden sie Sechste.

Seinen größten Erfolg feiert auch A. Froschberg im ETTU-Damen-Meistercup mit dem Erreichen des Finales und 2.Platzes, zudem 2. in der Superliga und Staatsmeister in der Damen-MM.

Ein voller Erfolg werden der TT-GP in Wels, ebenso die Internat. Jugendmeisterschaften von Linz, sowie die Damen-Länderspiele gegen Weißrussland, Ukraine und Deutschland sowie gegen Ungarn bei den Herren.

 

2005: Als Veranstaltungs-Highlight unserer Verbandschronik darf ohne Zweifel die Junioren-WM in der Intersport-Arena bezeichnet werden. Sie sollte als Präferenz für die Vergabe der Allgem. Weltmeisterschaften dienen. Trotz exzellenter Organisation wurde die WM (durch eine Blockade Afrikas) jedoch nicht an Linz vergeben.

Doch auch sportlich wurde 2005 zum Jahr der Jahre. „Susi“ Liu Jia gelangen der Europameistertitel und ein 3.Platz im Mixed bei den EM in Aarhus. Zudem wurde sie bei der WM 5. im Mixed und krönte sich im Europa-Top-12 zur Siegerin. Der 3fache Staatsmeistertitel (mit Preßlmayer im Mixed und Heine im Doppel) scheint nur mehr eine logische Konsequenz. Auch unser männliches Pendant, Feng Xiaoqan, startet seine Erfolgsstory: 2. bei den Internat. Meisterschaften von Linz und 3.! bei den Jugend-Europa-Top-12. Bei der Jugend-EM in Prag überzeugt er mit einem 3. im Einzel, mit seinem Partner Fegerl im Doppel mit einem 2. Platz und einem 3. in der Mannschaft, sowie einem 2.Platz im Mixed.

37 Medaillen gehen bei Österr. Titelkämpfen wieder an OÖ (14G/10S/13Br).

A. Froschberg wird 3. beim ETTU-Cup, 2. in der Superliga und Staatsmeister in der Damen-MM, A. Mauthausen Vizestaatsmeister-MM bei den Herren.

 

2006: Nur um 1 Medaille wurde der bisherige Rekord versäumt. 45! Medaillen wanderten erneut ins Land ob der Enns (16G/9S/20B). Die „Goldenen“: Liu Jia, Veronika Heine, Bernhard Preßlmayer, Feng, Stefan Fegerl, Dominik Habesohn, Martha Wellinger, Li Quianbing, Christoph Reiter, Michael Leonhartsberger, Martin Leonhartsberger, Martin Botzheim, Bernhard Doppelbauer, Huemer Markus und Philipp Wellinger.

Liu Jia wird 2. beim Europa-Top-12 in Kopenhagen. A. Froschberg gelangt ins Halbfinale des ETTU-Cups, siegt in der Superliga und erringt Staats- u. Vizestaatsmeistertitel bei der Damen-MM. A. Mauthausen wird 2. bei den Herren.

Waizenkirchen und St.Georgen im Attergau richten die Länderspiele gegen Polen (Damen) und Kroatien (Herren) aus.

 

2007: Ein Jahr der Veranstaltungen: TT-Grand-Prix (Austrian Open) mit einem Rekord-Preisgeld von 100 000 Dollar, Alpen-Adria-Spiele in Kremsmünster, Internat. Jugend-Meisterschaften von Linz und Bundesmeisterschaften der Schulen in Vorchdorf.

Liu Jia wird 3. beim Europa-Top-12 in Arrezzo, Martin Leonhartsberger Sieger im Herren-Doppel bei den Alpen-Adria-Spielen und Presslmayer, Liu Jia, Heine und Petzner 5. in den Mannschaftsbewerben bei der EM in Belgrad.

27 Österr.-Medaillen enttäuschen heuer den erfolgsverwöhnten Betreuerstab (12G/4S/11B).

A. Froschberg sichert sich wie gewohnt Superliga und Staats- sowie Vizestaatsmeistertitel in der Damen-MM, A. Mauthausen 2., sowie SPG Wels u. A. Froscherg 3. bei den Herren.

 

2008: Im Rahmen der Staatsmeisterschaften wird im wunderschönen Ambiente des Minoritenklosters in Wels die 75-Jahr-OÖTTV-Feier mit vielen Ehrungen begangen. Veranstaltungshöhepunkte waren die Austrian-Open in Wels und die Jugendsuperliga für sämtliche Leistungsgruppen auf 54!! TT-Tischen in der Intersportarena in Linz/Gugl.

Bei der Mannschafts-WM in China belegen unsere Damen (Team=OÖ-Auswahl: Liu Jia, Li Quianbing, V. Heine, M. Petzner) den 6.Platz, die Herren (Presslmayer) werden 9. Heine, Liu und Quianbing schaffen auch die Olympiaqualifikation für Peking und beenden dort den Team-Bewerb mit dem 7.Platz. Zuvor erscheint über Liu Jia auch ihr Buch „Peking und zurück“, in dem ihr Lebenstraum einer Olympiamedaille zum Ausdruck kommt – leider scheitert sie schon in ihrer 1.Runde. Die Revanche gelingt jedoch am 23. November, wo sie ihre Bezwingerin niederringt und die German-Open gewinnt.

Ding Yi von A. Mauthausen wird Senioren-Weltmeister in der Königsklasse (40-49J.) in Rio de Janeiro.

TTC-LinzAG-Froschberg holt sich erneut den MM-Staatsmeistertitel sowie den 2.Platz in der Superliga und auch unter LZ-Linz AG-Froschberg den 3. Platz bei den Damen. Bei den Herren werden A.Mauthausen und TTC-Linz AG-Froschberg 3.

41 Medaillen (12/G, 9/S, 20B) erkämpfen unsere Athleten bei den div. österr. Titelkämpfen.

 

2009: „Susi“ Liu Jia feiert bei der EM in St. Petersburg (Okt.08) ihren Vizeeuropameistertitel im Einzel, Bernhard Presslmayer mit der Mannschaft die Bronzemedaille und beendet seine Profikarriere, ebenso Veronika Heine. Ding Yi holt sich im Juni in Porec den Senioren-EM-Titel (Klasse 50 – 59 Jahre)

Highlight dieser Saison war zweifellos der European-Champions-League-Sieg der A. Linz AG Froschberg-Damen (Liu Jia, Li Quianbing, Zhu Hong, Iveta Vacenovska). Der OÖTTV stellte das Gros der WM-Teilnehmer mit Liu Jia, Li Quianbing, Martina Petzner, Bernhard Presslmayer und Stefan Fegerl, die alle die Hauptrunde erreichen. A.Linz AG Froschberg gewinnt bereits zum fünften Male die Damen-Superliga und holt sich auch den 12.MM-Staatsmeistertitel en suite; LZ Froschberg, der Zweigverein, wird MM-Vizestaatsmeister, ebenso wie SPG U/A Wels bei den Herren, A.Mauthausen wird Dritter.

Einzelstaatsmeisterschaften: Liu Jia 3x (Einzel, Doppel m. Martina Petzner, Mixed mit Bernhard Presslmayer).

Heuer haben wir erstmals eine bescheidene Medaillenbilanz bei österr. Meisterschaften: 27 (3/G, 8/S, 16/B).

Veranstaltungen: Herren-Länderspiel gegen Dänemark 3:2 für Österreich, in der Intersportarena erneut Jugend-Superliga auf 54 Tischen und 1 Woche später das schon traditionelle internationale Jugendturnier „Austrian-Linde-Youth-Chamionships“. Von 22.-25. Oktober findet die bisher hochkarätigste Veranstaltung in der österr. TT-Geschichte und das höchstdotierte Turnier der ITTF mit $ 400.000,- in der Linzer Intersportarena mit den 12 besten Damen- und Herrennationalteams der Welt statt.

Eine hohe Auszeichnung erfährt Ende November OÖTTV-Präsident und ÖTTV-Sportdirektor

Kons. Hans Friedinger in Wien: Er wird bei der Sport-Cristall-Gala der Bundessport-Organisation als Funktionär des Jahres 2009 ausgezeichnet.

 

2010:  

 

 

 

 

 

2008 – 75 Jahre - IST-Stand

 

Die stolze Jubiläumsbilanz des OÖTTV:

 

-          191 Vereine, davon 18 Spielgemeinschaften

-          4532 gemeldete SpielerInnen (4249 ml., 283 wl.) in insges. 591 Mannschaften (davon 28 Damenmannschaften)

-          2 Superliga-Damen-Vereine: A. Linz AG Linz/Froschberg u. LZ-Linz-Froschberg

-         6 Herren-1.Bundesliga-Vereine: A. Linz-Altstadt, A. Glas Wiesbauer Mauthausen,     DSG/U. Waldegg-Linz/1, A. Linz AG-Froschberg, U. AWD Vorchdorf, SPG U./A. Wels

-          Damen-1.Bundesliga: LZ Linz-Froschberg

-          Herren-2.Bundesliga:  U. Waizenkirchen; DSG U. Waldegg Linz/2

-          Damen-2.Bundesliga: U. Ried/Riedmark

 

-          Ehrenpräsident: Walter SiegelU

-          Ehrenring: Margit Wurzer

-          Ehrenmitglieder: alle Gründungsmitglieder: Oberst SchröderU, Walter SiegelU, Dr. E. BrandesU, K. FellnerU, Fr. Hella v. HartlU;

-          Dkfm. Helmut Gintenreiter, OSR Dir. Hans GrabmayrU, Franz Kloiber, LH Dr. Josef Pühringer, OAR Helmut Rudelstorfer, Herta Siegel, Josef Steinböck, Margit Wurzer, Prof. Kurt Zwicklhuber. - Den Verstorbenen bewahren wir ein ehrendes Andenken.

-          Konsulenten: Johann  Friedinger, Josef Hasibeder, Manfred Müllner, Rudolf Rutzinger, Josef Strobel, Erich Traxler

 

Auch wenn uns bewusst ist, dass Erfolge dieser Größenordnung niemals von ewiger Dauer sein können, gilt unser Bestreben, auch weiterhin an vorderster Front präsent zu sein. Nicht umsonst werden immer wieder Schwerpunkte vor allem im Nachwuchsbereich gesetzt. Die Installierung eines zweiten hauptamtlichen Trainers sollte ein entsprechendes Gütesiegel für die Zukunft sein.

 

Den vielen verdienstvollen Vätern dieser Erfolge sei an dieser Stelle für ihr Engagement und ihre enormen Zeitspenden von ganzem Herzen gedankt. Sie alle beim Namen zu nennen würde diesen Rahmen nicht nur sprengen, sondern sie unter Umständen auch ungewollt werten. Die Erinnerung an sie sei unsere Anerkennung und Wertschätzung!

 

Möge auf alle Fälle dieser Blick in die Vergangenheit Ansporn und Motor für Zukünftiges sein!